Category: Städtefotografie

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Architekturfotografie – Gebäude und Städte fotografieren

Architekturfotografie – Gebäude und Städte fotografieren 

Ob die Architektur, ihre Menschen oder spezielle Events – In Städten und Dörfern finden sich auf einem überschaubaren Raum viele unterschiedliche Fotomöglichkeiten, die auch charakteristisch für das ganze Land sein können. Hier sind einige Tipps für perfekte Fotos von Architektur.

Daria beim Foto Trip

Tipp 1. Die Wahl der richtigen Ausrüstung

Man nimmt meist viel zu viel Equipment mit auf den Städtetrip. In Städten sollte aber flexibel agiert werden können. Ideal ist hierbei eine auf das Wesentliche beschränkte Minimalausrüstung, die aus einer Kamera und zwei bis drei Zoomobjektiven besteht Eines davon sollte nach Möglichkeit einen Bildstabilisator haben, sodass man kein Stativ mitschleppen muss.

Ein großer Fotorucksack ist bei einer Rushhour durch die Stadt eher hinderlich. Also ist es hier weniger mehr. Mit etwa Vorbereitung weiß man, was man fotografieren möchte und was an Equipment man hierbei braucht. In der Regel nutzt man bei der Städtefotografie zumeist weitwinklige Objektive. Sehr angesagt ist ein Ultraweitwinkel sowie das Standard Zoom, denn meist ist die Perspektive bei der Stadtfotografie das Entscheidende. Diese Teile finden in einer kleinen Tasche Platz.

Tipp 2: Uhrzeiten beachten

Für gelungene Außenaufnahmen in Ortschaften mit viel fotografierten Motiven ist es zudem wichtig Uhrzeiten zu beachten. Auf alle Fälle sind die Randzeiten sehr interessant, also früh am Morgen oder aber am späten Nachmittag, sind ideale Fotozeiten.

Zu diesen Uhrzeiten sind sehr weniger Menschen in der Stadt oder vor der Sehenswürdigkeit unterwegs. Plätze sind nicht so stark frequentiert, zudem sind die Lichtverhältnisse in der Regel interessanter als zur Rushhour.

Foto einer Kirche in der Dämmerung

Tipp 3: Bauwerke gekonnt fotografieren – ob Altbau oder modernes Fertighaus

Ob den alten Bau einer romanischen Kirche, das klassizistische Rathaus oder den modernen Büroturm – Jedes der Gebäude bietet eine Fülle an Linien, Formen, Farben, Perspektiven und Proportionen. Die größte Herausforderung für einen Fotografen ist, das dreidimensionale Gebäude eines Architekten wirksam mit einer Digitalkamera zweidimensional auf eine Bildfläche zu bannen und im Foto festzuhalten.

Die Wirkung eines Fotos von Architektur sind sein Aufnahmestandpunkt und die richtigen Lichtverhältnisse. Viele nehmen ein Gebäude in einer Gesamtansicht auf. Ein derartiges Übersichtsfoto ist Anfänger der Architekturfotografie nicht schlecht, sollte jedoch auch mit anderen Perspektiven ausgebaut werden. Es bietet sich an nach Möglichkeit um das betreffende Gebäude herum zulaufen und nach weiteren, außergewöhnlichen Perspektiven zu suchen.

Ein Foto-Trend des vergangenen Jahres war es, Fertighäuser zu fotografieren. Dies hat einen speziellen Grund. Denn bestimmte Modelle von Fertighaus Anbietern sind optisch exakt identisch. Und genau darin liegt der Reiz. Denn das gleiche Motiv, an unterschiedlichen Orten, mit unterschiedlichem Licht und verschiedenen Hintergründen zu fotografieren, ist aufregend. Und abgesehen von Fertighäusern, gibt es keine anderen Motive in dieser Größenordnung, die es an mehreren Orten exakt identisch gibt. Im Blog vom Fertighausexperten wurden einige Bilder von Fertighäusern veröffentlicht, die ihm von Hobby Fotografen zur Verfügung gestellt worden sind.

Fertighaus von vorne fotografiert

Tipp 4: So gelingen Fotos in Innenräumen wie Kirchen und Museen

Beim Fotografieren im Inneren von Museen und Kirchen oder in anderen Innenräumen von Gebäuden ist das dort vorhandene Licht in der Regel knapp. Erschwert ist oft dass durch das Hausrecht eingeschränkte Fotografieren. Die Regelungen sind von einem Museum zum anderen sehr unterschiedlich.

Der oft hierbei angegebene Grund ist, dass die Exponate vor Blitzlicht geschützt werden müssten. Meist sind es finanzielle Interessen des betreffenden Museums. Besucher sollen schließlich die Poster und Postkarten im hauseigenen Museumsshop kaufen. Tatsache ist, dass fotografieren mit Blitzlicht und der Stativeinsatz in den meisten Museen verboten sind und man mit dem dort vorhandenen Licht zurecht kommen muss.

Das in Museen und Kirchen vorhandene Licht ist oft also nicht optimal für das erhalten von gelungenen Aufnahmen. Es werden demnach hohe Anforderung an die Ausrüstung und den Fotografen gestellt, um einigermaßen vernünftige Fotos zu bekommen. Eine Digitalkamera bietet zwei entscheidende Einstellmöglichkeiten mit denen Innenaufnahmen auch bei knappem Kunstlicht gelingen: die Einstellung der Empfindlichkeit und der Weißabgleich. Bei einer analogen Kamera wählt man einen hochempfindlichen ISO-Wert des Filmes.

Die Empfindlichkeit (ISO-Wert) der Digitalkamera wird hier hinauf gesetzt, um mit dem knappen Licht, das dort vorhanden ist auszukommen. Ein guter Kompromiss aus Bildqualität (mit der steigenden Empfindlichkeit steigt zudem das Bildrauschen) und der hinzugewonnenen Empfindlichkeit muss gefunden werden. Eine ausreichende Länge der Belichtungszeit ermöglicht es, dabei eine Verwackelung vermeiden zu können.

Tipp 5: ISO-Wert beachten

Abhängig von der Kamera sind ISO-Werte zwischen 400 und 800 zu wählen, einige der neueren DSLRs liefern auch bei der ISO 1600 passable Ergebnisse. Als Besitzer der Vollformat-DSLR kann man auch höhere Werte nutzen. Eine Alternative sind hochempfindliche Objektive mit hoher Lichtstärke, d. h. einer großen Anfangsblendenöffnung (z. B. von 1,4), erlauben sehr kurze Verschlusszeiten bei spärlich vorhandenem Licht. Eine weit geöffnete Blende führt jedoch zu einer sehr geringen Schärfentiefe.

Lichtstarke Objektive sind zudem sehr teuer, daher sind Kameras oder Objektive mit einem eingebauten Bildstabilisator bei Museumsaufnahmen in der Regel die wirtschaftlicher Wahl.

Mit den oben genannten Tipps erhält jeder auf einer Städtetour interessante Fotos von Bauwerken und auch im Inneren von Kirchen und Museen.